Achtung, eine kleine Gedankenreise! Viel wird auf dem Weg verloren gehen! Das ist gut so! Denn viel ist einfach unwichtig! Irrelevant! Ich werde versuchen, mich von verkrampftem Schachtelsatz zu sinnfreiem Übergangskonstrukt hangeln. Wer mit will, braucht profundes Vorwissen und gedankliche Siebenmeilenstiefel! Aber dafür immerhin keine Steigeisen, denn der Witz bleibt auf Meeresniveau! Ob ich zum Anfang zurück finde und den Gedanken rund mache? Ich weiss es jetzt noch nicht… Legen wir los?
Tension heisst im Englischen so viel wie „Spannung“. Es heisst sogar ziemlich präzise „Spannung“. Gemeint ist damit aber nicht der Zug, der auf einem zu dehnenden Gegenstand lastet, sondern die prickelnd flirrende Atmosphäre, die internationalen Beziehungen inne wohnt (beispielsweise der zwischen Pakistan und Indien oder anderen Schmusekonstellationen). Oder auch bipersonalen (Thierse und Kohl fallen spontan ein). Vorrede! Bis hier! Ethymologischen Kunstgriff vorbereiten! Jetzt! Kommt! Denn welche Intention mancher hat, Dinge zu tun, die wider aller Vernunft laufen, erschließt sich nicht. Ausser man erklärt das Wort mit einem lingo-historischen Phänomen, dass ich hiermit als die „1. Darmstädter Lautverschiebung“ einführe. Denn lautet man eventuell harte (und stimmlose) Konsonanten neuerdings vor der Nachsilbe „-ion“ als stimmhaftes „s“? Also „Intension“? Oder ist da gar historisch irgendwo was verloren gegangen und gemeint ist tatsächlich „in Spannung“? Nun, Sinn machen würde das nach den heutigen Erfahrungen allemal. (Auf die ethymologische Klärung des Wortes c/klaustrophobisch komme ich zu gegebener Zeit zurück.) Hey, es fing echt gut an! Paar honeurs nach und von allen Seiten, ein wenig geistiges Händeschütteln zwischen Mannschaft und Schleifer und auch vereinzelte Ansätze kreativen Spielaufbaus. Hatte man sich die letzten Wochen noch mehrheitlich völlig in belanglosem Mittelfeldgeplänkel ergangen, hatte man beinahe das Gefühl, als sollte die Pille heute mal in die vorderen Reihen durchdringen können. Aber es wird wohl nicht endgültig zu klären sein, wer sich im Nachhall vor der Geschichte für das grandiose Scheitern dieser wunderbaren Gelegenheit wird verantworten müssen. Und jetzt kommt wieder die In-Tension ins Spiel. Denn es ist eine durchaus spannende Frage, wie man mit einer so offensichtlichen Kompetenz-und-Engagement-baisse derartig hochtourig auf der falschen Spur durch die akademische Wallachei holzen kann. Sogar mir ist das völlig unbegreiflich. Und – hey – wenn einer in Kauf nimmt, mit einem unterirdischen Blatt auf der Hand und physisch meilenweit von Verstand und Selbstachtung getrennt, auf Stephen Hawking (geistig, nicht körperlich) zu machen, dann bin das immernoch ich. Jedenfalls gibt es Momente, in denen man einfach – im Interesse aller – besser geschwiegen hätte. E.i.s.e.r. n. geschwiegen! Denn merke: Der Tom macht die Musik und Engagement ist immer gut! IMMER! Sage sogar ich! IMMER!!! Und um jetzt auf die Sache mit der Klaustrophobie zurück zu kommen: Ich weiss jetzt wenigstens, warum der Babylonier sich nicht sicher war, ob die „7″ nun eine Glücks- oder doch eine Unglückszahl ist. Hömma, wie kann man sich denn aus einer Position der uneingeschränkten moralischen Überlegenheit dermaßen auf den Arsch setzen, dass es gescheppert hat von Dieburg bis Neu Delhi? „Intense“ ist auch so ein englisches Wort! „Angestrengt“ heisst es! Ist es sehr anstrengend, sich selbst und den seinen so unverfroren rückwärts ins Knie zu schiessen? Und wie moralisch integer muss man sein, wenn das neben den natürlichen Fremdschäm-Mechanismen dann doch noch sowas wie eine unerklärliche Loyalität mit den Scharlatanen aufrecht zu erhalten, dass es fast weh tut? Der Länderpunkt geht heute sowas von an mich! Keine Diskussion! `Nuff said! Anyway, was ich sagen will: Gefährliches Halbwissen, gepaart mit lächerlichem Trotz ist eine explosive Mischung! Die reisst nämlich nicht nur dem Zündler den Arm ab, sondern nimmt direkt noch die Gliedmaßen der Umstehenden mit. Und darauf würde ich gerne verzichten! Ehrlich… Ethymologie hin oder her!
Genug für heute, ich hab Kopfschmerzen!
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Ich denke, mehr als ein Unentschieden wird für die Amerikaner im Irak nicht mehr drin sein. Zumindest, solange sie auf ihre britischen Verbündeten setzen…
Ach ja, das mit dem „Unentschieden“ ist der Gag-Dramaturgie geschuldet. Es ist unstrittig, dass die Amerikaner den Krieg an dem Tag verloren hatten, an dem sie ihn angezettelt haben.