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A new star was born und ich führe ihn euch vor!
Treue Anhänger der Frankfurter U-Bahn werden ihn kennen, denn seit einigen Monaten flimmert er regelmäßig über die zahlreichen Infoscreens von Konsti bis Hausen und versüßt nicht nur mir An- und Abreise zum Broterwerb: BERNARD, DER BÄR! Ein leicht angetrottelter Polarbär mit dem Hang zum cholerischen Anfall, der in der Konsequenz – ein pädagogisch wertvoller Dreh – aber alles nur noch schlimmer macht. Ein kleines Appetithäppchen gefällig? Okay… Viel Spaß!
Achtung, eine kleine Gedankenreise! Viel wird auf dem Weg verloren gehen! Das ist gut so! Denn viel ist einfach unwichtig! Irrelevant! Ich werde versuchen, mich von verkrampftem Schachtelsatz zu sinnfreiem Übergangskonstrukt hangeln. Wer mit will, braucht profundes Vorwissen und gedankliche Siebenmeilenstiefel! Aber dafür immerhin keine Steigeisen, denn der Witz bleibt auf Meeresniveau! Ob ich zum Anfang zurück finde und den Gedanken rund mache? Ich weiss es jetzt noch nicht… Legen wir los?
Tension heisst im Englischen so viel wie „Spannung“. Es heisst sogar ziemlich präzise „Spannung“. Gemeint ist damit aber nicht der Zug, der auf einem zu dehnenden Gegenstand lastet, sondern die prickelnd flirrende Atmosphäre, die internationalen Beziehungen inne wohnt (beispielsweise der zwischen Pakistan und Indien oder anderen Schmusekonstellationen). Oder auch bipersonalen (Thierse und Kohl fallen spontan ein). Vorrede! Bis hier! Ethymologischen Kunstgriff vorbereiten! Jetzt! Kommt! Denn welche Intention mancher hat, Dinge zu tun, die wider aller Vernunft laufen, erschließt sich nicht. Ausser man erklärt das Wort mit einem lingo-historischen Phänomen, dass ich hiermit als die „1. Darmstädter Lautverschiebung“ einführe. Denn lautet man eventuell harte (und stimmlose) Konsonanten neuerdings vor der Nachsilbe „-ion“ als stimmhaftes „s“? Also „Intension“? Oder ist da gar historisch irgendwo was verloren gegangen und gemeint ist tatsächlich „in Spannung“? Nun, Sinn machen würde das nach den heutigen Erfahrungen allemal. (Auf die ethymologische Klärung des Wortes c/klaustrophobisch komme ich zu gegebener Zeit zurück.) Hey, es fing echt gut an! Paar honeurs nach und von allen Seiten, ein wenig geistiges Händeschütteln zwischen Mannschaft und Schleifer und auch vereinzelte Ansätze kreativen Spielaufbaus. Hatte man sich die letzten Wochen noch mehrheitlich völlig in belanglosem Mittelfeldgeplänkel ergangen, hatte man beinahe das Gefühl, als sollte die Pille heute mal in die vorderen Reihen durchdringen können. Aber es wird wohl nicht endgültig zu klären sein, wer sich im Nachhall vor der Geschichte für das grandiose Scheitern dieser wunderbaren Gelegenheit wird verantworten müssen. Und jetzt kommt wieder die In-Tension ins Spiel. Denn es ist eine durchaus spannende Frage, wie man mit einer so offensichtlichen Kompetenz-und-Engagement-baisse derartig hochtourig auf der falschen Spur durch die akademische Wallachei holzen kann. Sogar mir ist das völlig unbegreiflich. Und – hey – wenn einer in Kauf nimmt, mit einem unterirdischen Blatt auf der Hand und physisch meilenweit von Verstand und Selbstachtung getrennt, auf Stephen Hawking (geistig, nicht körperlich) zu machen, dann bin das immernoch ich. Jedenfalls gibt es Momente, in denen man einfach – im Interesse aller – besser geschwiegen hätte. E.i.s.e.r. n. geschwiegen! Denn merke: Der Tom macht die Musik und Engagement ist immer gut! IMMER! Sage sogar ich! IMMER!!! Und um jetzt auf die Sache mit der Klaustrophobie zurück zu kommen: Ich weiss jetzt wenigstens, warum der Babylonier sich nicht sicher war, ob die „7″ nun eine Glücks- oder doch eine Unglückszahl ist. Hömma, wie kann man sich denn aus einer Position der uneingeschränkten moralischen Überlegenheit dermaßen auf den Arsch setzen, dass es gescheppert hat von Dieburg bis Neu Delhi? „Intense“ ist auch so ein englisches Wort! „Angestrengt“ heisst es! Ist es sehr anstrengend, sich selbst und den seinen so unverfroren rückwärts ins Knie zu schiessen? Und wie moralisch integer muss man sein, wenn das neben den natürlichen Fremdschäm-Mechanismen dann doch noch sowas wie eine unerklärliche Loyalität mit den Scharlatanen aufrecht zu erhalten, dass es fast weh tut? Der Länderpunkt geht heute sowas von an mich! Keine Diskussion! `Nuff said! Anyway, was ich sagen will: Gefährliches Halbwissen, gepaart mit lächerlichem Trotz ist eine explosive Mischung! Die reisst nämlich nicht nur dem Zündler den Arm ab, sondern nimmt direkt noch die Gliedmaßen der Umstehenden mit. Und darauf würde ich gerne verzichten! Ehrlich… Ethymologie hin oder her!
Genug für heute, ich hab Kopfschmerzen!
… war mal wieder ärgern angesagt!
Wo? Wer? Wie? Habe ich alles in einem Beitrag für das „B.O.Zine 13″ ausgebreitet! Lesen? Okay!
„Die Anti-Nazi-Koordination, der StadtschülerInnen-Rat und das kath. Stadtjugendamt hatten geladen und alle kamen, die sich auch sonst nur widerstrebend eine Gelegenheit entgehen lassen, ihre Integrität offen zur Schau zu stellen. Neben vielen anderen eine handvoll leicht ergrauter Startbahn-West-Veteranen, der übermotivierte AntiFa-Jung-Funktionär und zwei Pädagogen, die sich entweder vor ihren Schützlingen profilieren wollten, oder schlicht und einfach den falschen Job haben – wahrscheinlich beides. Und – natürlich – die Onkelzfans waren da. Der besondere Clou, mit dem die Veranstalter aufwarteten, war der, dass zwar über, aber leider auch ohne die Onkelz diskutiert wurde. So wurde kurzerhand Klaus Farin, Autor vom „Buch der Erinnerungen“ und Leiter des Berliner „Archiv für Jugendkulturen“, der von seiner Profession her eigentlich eine neutrale Position repräsentieren würde, als Onkelz-Vertreter auf dem Podium platziert, dazu einen Moderator, der sich keine große Mühe gibt, seine Anti-Onkelz-Attitüde zu verbergen. Sehr gute Vorraussetzungen für eine faire Diskussion. Es war also angerichtet. Same shit – different day. Auf ein Neues, Walter!
Hat letzte Woche jemand TV TOTAL gesehen? Nicht, dass das grundsätzlich irgendeinen Mehrwert hätte. Aber in dieser letzten Woche hatten YEN zweimal die Möglichkeit, vor großem Publikum großes Autorenkino abzuliefern. Leider hat das verstrahlte Raab-Publikum die Donnerstag-Performance nicht ausreichend gewürdigt. Anyway, die Platte – erscheint demnächst auf mx music – wird dennoch großartig. Und das Beste daran: Die Biographie/ der Band-Infotext ist von mir! Wills wer lesen? Kann man entweder hier tun (und sich dabei am besten gleich noch die Hörproben gönnen) oder einfach weiterlesen… (mehr…)
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Es gibt Tage, da verlierst du! Und es gibt Tage, da gewinnen die anderen! Und dann gibt es noch Zeiten, da hängst du irgendwo dazwischen. In der Luft eben! Es geht nichts so recht zusammen und auf einmal hängt der Himmel nicht mehr voller Geigen, sondern Wolken. Und warum? Greifbar ist nichts, dir fallen nur ein paar Indizien – hinreichende Argumente – aber keine Motive ein, die als veritable Auslöser für den großen Daumen auf deinem schmalen Rückgrat gelten können. Melancholie ist eine Laune und ein Luxus des zivilisatorisch überreizten Mittelmäßling, der bemerkt, dass es ihm nicht schlecht genug für echte Trauer geht und der doch so weit davon entfernt ist, alle aufkommenden Geistes-Wehwehchen mit hedonistischen Bling-bling-Surrogaten weg zu wischen.
Zugegeben, ich falle just in diese Kategorie und gönne mir diese Auszeit manchmal gerne. Man kann sie nämlich auf zweierlei Art und Weise interpretieren und mit Leben füllen: Sei missmutig, sei gelangweilt, sei schwermütig! Du nimmst dich aus dem Spiel, ziehst dir eine Tarnkappe über und verschwindest einfach. Innere Emigration, geistig. Du weisst, dass du das brauchst. Du BIST schon bewusst und ziehst einen tiefen Graben um dich. Dein Schutzschild. Eine krude Form von Anger Management. Rückverpuppung, die dich irgendwann zwar nicht wieder als Schmetterling erstehen lässt, aber doch immerhin nicht ohne Metarmorphose wieder ausspuckt. Es verschafft dir die Zeit, den nächsten Schritt zu machen. Zeit, die man für einen inneren Reinigungsprozess nutzen kann. Überkommenes über Bord werfen und die Akkus mit Sinn aufladen. Sich wieder reset-en und sich selbst und seiner Mission wieder bewusst werden. Zu viel geht verloren, auf dem Weg. Zu viel von dir, wenn du jemanden darstellen willst, der du eigentlich nicht bist. Oder zumindest nicht, wenn du dir bewusst machst, was du bist, was du willst, wie man dich sieht und wie du willst, dass du gesehen wirst. Irgendwann reitest du auf einer Welle mit, überdrehst und verlierst den Blick für das richtige Maß. Du schwimmst und schwimmst und irgendwann bist du so over the top, dass aus „x“ ein „x+1″ wird. Einen Witz zuviel, einen Testosteronschub zu viel, einen falschen Gedanken zu viel! Du verlierst die Relationen aus dem Blick, triffst falsche Entscheidungen und setzt falsche Prioritäten. Dann ist die Zeit überreif, aus dem Fluß zu steigen und den Fuß vom Gas zu nehmen. Du hast angefangen – profan gesagt – zum Arsch zu werden. Dir gegenüber und anderen. Wenn es keiner merkt: Gut! Dann hast du die Reissleine gerade noch rechtzeitig gezogen. Aber du weisst, was du denkst. Wen müsstest du von der großen Liste streichen, derer, die du auf deiner Seite weisst? Mach dir klar, was du willst, wer du bist und was wirklich wichtig ist! Du bist ein guter, wertvoller Mensch! Mach es dir bewusst und handle danach! Lass lieber einmal mehr als einmal weniger die Zote stecken, die du auf Kosten derer machst, die sich den Luxus der Melancholie nicht leisten können. Reich ihnen im Geiste lieber die Hand! Im Scherz ausgesprochen, ist jede Demütigung im Geiste erdacht und ausgearbeitet. Der nahe Applaus ist kurz und schnell verhallt… Der umgekehrte Effekt ist es, der dich lange sättigt. Sei du selbst, steh zu dir! Nimm dir eine Minute und sei bewusst! Oder werde es! Du bist du – und niemand sonst! Empathie, Sympathie – Luxus! Du musst für den Rest deines Lebens mit dir auskommen! Wenn es morgen vorbei ist, dann hast du keine Schwierigkeiten, deine Weste muss von innen rein sein. Bewirf dich selbst mit Schmutz, mach dich dreckig, lad alles auf dir ab. Sei ein Schwein, sei dir selbst der nächste! Du bist es echt wert! Und jetzt ist alles wieder gut? Bis auf weiteres – ja!
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Wie schlecht ist denn bitteschön das? Da muss man sich ja leider schon fragen, wer der größere Wirrkopf ist von beiden. Mahler, weil er eben ein Wirrkopf ist, oder Friedman, weil er offenbar so wirr ist, dass er sich a) für sowas hergibt bzw b) sich wirklich was davon erhofft.
Grundsätzlich halte ich Vanity Fair ja sowieso für ein Nullmedium, weswegen die Frage, ob das Journalismus ist, eh vollkommen obsolet ist. Dennoch: Warum bietet man solchen Leuten ein Forum (und damit meine ich Mahler ausnahmsweise mehr als Friedman) und lässt sich hinterher dafür loben, dass man dem Mann mit der Nazi-Fratze die Maske runtergerissen habe, wenn dann hinterher doch nur wieder ein hässlicher Nazi heraus kommt? Steht die Redaktionskonferenz auch Kopf, wenn Chefredakteur Ulf Poschardt den Wasserhahn in der Redaktionsküche aufdreht und – oh Wunder – Wasser raus kommt?