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Es ist zum Haare raufen! Da kommen Laute mit über 330 Metern pro Sekunde auf dich zugeschossen und du hast noch nichtmal die Zeit, irgendwas schwarz zu malen, geschweige denn, einen oder gleich mehrere Steine ins Rollen zu bringen! Ach ja, dann noch die Sache mit den Kindern… Mein (über mich) eigentlich allwissender Web2.0-Vollpfosten (meinte: -Vorposten) MySpace streut widersprüchliche Botschaften über mein Sozialverhalten und schafft es im Handstreich, mich vom Heiratsmarkt zu katapultieren. Glaubt man(n)´s? Glaubt man nicht – und ändert trotzdem alles. Seine fahrlässig übernommenen MySpace-Voreinstellungen, seine Kinderpläne und stantepede – so mir nichts, dir nichts also – sein Leben. Und wofür das? Um sich im – oh, oh, böses Wort – „struggle of life“ (bei wem es jetzt klingelt, der darf sich die Darwin-Medaille selbst verleihen – alles Gute!) komfortabel zu positionieren. Ach ja, und um nicht irgendwann eine Brombeere mit über dreihundertdrei… ach ne, ich wills nicht überstrapazieren! Also mit atemberaubendem Tempo eine Brombeere in der Fresse landen zu haben. Anybody seen the roter Faden? Wie, der ist abhanden gekommen? Kann ja garnicht sein, ich weiss noch wie am ersten Tag, worum es geht! Und ob jetzt einszwanzig oder einsvierzig, was machts schon? Da steckste ja eh nicht drin! Bzw ich ja schon… Besuch kann dann ja auf der Couch pennen! Wo wir bei Darwin waren: Survival of the Fittest? Meinte er mich? Also ich bin gut aufgestellt? Ansonsten: Was fittet denn noch? Miss Fit? Ach ne, die MISFITS! Großartige Kapelle (zumindest für drei Graves-Jahre), die diesen großartigen Übergang verdient hat! You made my week, guys! Auch noch toll: Zwei fitte Missen, die mit der ganzen Verwirrtheit einiges zu tun haben!
„Keep rolling
Don’t ever get yourself drown
Keep the good vibe going
You’ll never miss a thing
You’re in
Come on and rise, rise, rise !
Free your soul
Catch the dream
Where we all shine, shine, shine !
Stand as you are
And let it begin
The Reign of Light!“
(Samael, Reign of Light)
So viel für heute! Gut? Gut!
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Gestern habe ich euch noch erzählt, wie es vor vier Jahren losging. Heute liefere ich richtigen Content und zwar den Tourtagebuch-Eintrag von der Onkelz-Homepage zum Konzert in Hannover vom 04.07.2003!
Have fun!
„Onkelz in Hannover“, oder „was ist die Steigerung zu: „Einfach der nackte Wahnsinn“?“
„Ohne Worte“? „Ich kann nicht mehr“? Oder „Erschiess mich, besser kann´s nicht mehr werden“? Egal, überlegt euch am besten selber was, mir sind seit gestern die Superlative ausgegangen. „Sag mal… Das war doch das geilste Onkelz-Konzert aller Zeiten, oder?“ Gestern in Hannover die gleichen Reaktionen wie in Bremen. Kinder, wenn das so weiter geht. Es war doch erst der zweite Gig. Wo soll das alles noch hin führen? Die Latte ist nach dem ersten 2er-Block jedenfalls verdammt hoch gelegt – sowohl von eurer Seite, als auch von den Onkelz. Bremen zeigte sich von seiner Schokoladenseite – schöner Club, Riesenstimmung und nicht ein Fascho, der einem die Laune vermiesen konnte. Kann eigentlich nicht mehr besser werden. Kann nicht? Kann doch! Hannover ging nochmal ein Stückchen mehr aus dem Sattel, noch mehr „Wir wolln die Onkelz sehn“, noch mehr „Oooooooohooooohoooooo….“ bei und nach „Terpentin“ und noch mehr Pogo als in Bremen. Um den Bremern aber nicht unverdienterweise Unrecht angedeihen zu lassen, sage ich mal unentschieden, mit leichter Feldüberlegenheit Hannover. Leute, ihr seid der Wahnsinn. Osnabrück, Berlin, Nürnberg und Pratteln: Ihr müsst euch verdammt ins Zeug legen, wenn ihr da mithalten wollt.
Aber auf gehts, Dopaminproduktion langsam wieder auf ein gesundes Normalmaß zurück fahren und ein wenig Struktur in diesen Bericht bringen. Mit anderen Worten: Der Reihe nach!
Nachdem sich im Vorfeld mal wieder der lokale KV der NPDeppen über zwei kleine, aber dreiste Pressemeldungen zum Konzert in den Vordergrund schummeln wollte und sich deswegen bereits der Verfassungsschutz und anderes in grün gewandetes Bundespersonal angesagt hatte, war doch leichte Nervosität angesagt – obwohl man aus Erfahrung weiss, dass solche Nummern in 9 von 10 Fällen nichts als ein Haufen heisse Luft sind. Denn wie bereits Marx zu vermelden wusste: Die Empirie besitzt keinen Beweischarakter oder auch: Vorbeugen ist besser als auf die Schuhe kotzen. Deshalb: Zusätzliches Sicherheitspersonal und ein noch wachsameres Auge auf die Besucher, ob sich nicht doch eine kleine Abordnung an klar erkennbaren Unruhestiftern ausmachen ließ. Aber wie erwartet: Keine (Fascho-)Sau zu sehen und auch die AntiFa ist wohlweisslich geschlossen zuhause geblieben. Eine kleine nächtliche Aufkleberaktion rund ums Capitol konnten sie sich dann doch nicht ersparen. Aber wenns nur das ist, 50 Aufkleber kann man auch manuell wieder abreissen. Erfreulicherweise hat auch zumindest ein Teil der hannoverschen Presse davon Notiz genommen, dass das Konzert absolut ohne jegliche Zwischenfälle abgelaufen ist. Sehr schön. Wer also mal eine echt coole Kritik lesen will, sollte sich mal die Neue Presse von heute zu Gemüte führen.
Genug der Begleiterscheinungen, auf ins Konzert. Das Capitol ist eine richtig schöne Location. Nettes Flair, prima Akkustik und nicht ganz so verwinkelt wie das Aladin. Unten mit „Innenraum“, oben drüber eine Tribüne und reichlich Getränkestände (mit allerdings horrenden Preisen…). Im Gegensatz zum Aladin füllte sich das Capitol richtig gemächlich (oh Wunder, es hat ja auch nicht so geschüttet…), sodass die Junkhead-Jungs vor noch nicht ganz versammelter Mannschaft loslegten. Die Anwesenden werden es allerdings nicht bereut haben, denn der Fünfer machte mächtig einen los und kam – was man so hörte – auch mächtig gut an. Scheinen euern Geschmack zu treffen. Leider mussten sie mit einem leicht abgespeckten Set an den Start, denn der Start der Onkelz wurde aufgrund anschließender Disco (!) im Capitol im Vergleich zu Bremen um eine halbe Stunde vorverlegt.
Nach Junkhead das übliche Spiel: Kurze Umbaupause, „Onkelz, Onkelz“-Gesänge und dann gehts los. Kleines Intro, Stephan Bass, Gonzo Gitarre und Kevin mit einem „JAAAAAAAAAA“, das einem die erste Gänsehaut des Abends auf die Arme treibt. „Hier sind die Onkelz“ – und wie. Wie gestern zack, zack, zack. Ein Song nach dem andern aus der Hüfte geballert. Ein Wahnsinn! Alles schwitzt, tanzt, singt, hüpft, schmeisst BHs (okay… War nur einer) auf die Bühne und die Band wieder in Topform. Gut, dass die Setlist in der Mitte mit „Wieder mal ´nen Tag verschenkt“ in der alten Version für alle einen Durchschnauf-Song parat hält…
Wer Kevin nur von der letzten Tour in Erinnerung hat, konnte wahrscheinlich kaum glauben, dass da der selbe Mann auf der Bühne stand, tanzte, mit den Armen ruderte und die Haare kreisen ließ. Der dritte Frühling… Gonzo schwer agil, top-motiviert und wie immer tadellos mit ein paar netten Fingerübungen am Hals seiner blau-weissen Tausch (sehr geiles Ding!), Pe mit einer riesen Energieleistung und Stephan am Dauerbangen bis zum Nackenmuskelkater und mit punktgenauen Ansagen zu NPD und Stones. Angenehm auch, dass es gestern nicht ganz so heiss war wie im Glutofen Aladin, wo dem einen oder anderen – Fan wie Musiker – kurzzeitig – zumindest fast – die Lichter ausgegangen sind. Aber diese Luftfeuchtigkeit… Im Treppenhaus in Richtung Bandgarderobe kamen einem förmlich Sturzbäche an Kondenswasser entgegen. Krass… Klubtour-Feeling pur, sollte man eigentlich öfter machen… Nach wieder gut zwei Stunden und 4 Zugaben war dann Feierabend und ein wahnsinnig geiler Abend zu Ende. Naja, man sieht sich ja wieder Hannover, oder?
Heute day off, die Bandbusbesatzung relaxt noch ein wenig in Hannover, während die Crew direkt nach dem Gig schon weiter nach Osnabrück gereist ist. Klubtour als Tort(o)ur. Morgen steigt dann also Osnabrück. Weiss jemand, ob es im Hydepark auch einen Balkon gibt? Dieses „Auf und nieder, immer wieder“ sieht zwar so rückblickend ganz nett aus, aber muss auch nicht zur Tradition werden… Mal sehen, ob Osnabrück die Regler bis auf 11 schieben kann… Gebt euer Bestes!
Ich werde morgen das Staffelholz wieder an den Ed übergeben, hoffentlich haut das jetzt alles so hin, wie wir uns das erhoffen.
Danke für eure Aufmerksamkeit und bis dann!
Till
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Wie ich gerade mit Schrecken feststelle, begann just heute vor vier Jahren meine erste Rock´n´Roll-Rundreise! Sechs Clubgigs und vier Open-Air-Konzerte in zwei Wochen in Deutschland und der Schweiz. Eine Band, die sonst nicht unter 10.000 Mann antritt rockt in kleinen Hütten vor bis zu 600 Zuschauern. Eine geniale und sehr intensive Erfahrung. Und ich mittendrin, embedded im Tourtross, komfortabel einquartiert in den geilsten Häusern der Republik und im Bandbus von Stadt zu Stadt gondelt. Was ich da gemacht habe? Tourtagebuch geschrieben – jeden zweiten Tag.
Heute vor vier Jahren war also Bremen…
Wie das so war, könnt ihr euch hier nochmal anschauen!
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Ich kann es mal wieder nicht lassen und öffne zum wiederholten Male die musikalische Schatzkiste. Diesmal gibt es jedoch nur drei Einzelnummern – allerdings mit youtube-Link für das audio-/visuelle Supervergnügen.
Here you go:
1.: Joan Baez – Diamonds & Rust
Für viele der kleinste, gemeinsame Nenner, ganz objektiv aber eine großartige Nummer. Und: Bob Dylan, du sollst auf ewig in der Hölle schmoren! Wie konntest du nur… Eignet sich übrigens hervorragend zum Mitsingen nach langen, anstrengenden Klausurvorbereitungen.
2.: Sentenced – End of the road
Der letzte Song des letzten Sets, den SENTENCED jemals gespielt haben. Die Band wurde stilecht zu Grabe getragen und ist Geschichte. Deckt sich nicht vollständig mit einem Geschmack, die hier angebotene Nummer ist jedoch definitiv großartig. Wobei man die ersten drei Minuten auch überspringen kann…
Wer noch Defizite in Geographie oder doch einen unstillbaren Durst nach imperialistischen Allmachtsphantasien besitzt – oder auch beides - dem sei dieses Werk der schweizer Band SAMAEL ans Herz gelegt. Unglaublich intensiv groovende Männer in Röcken. Großartig!